Vom Pitch zur Marke: Wie wir Erlebnisse im Hotel Adlon Kempinski neu gedacht haben
Luxus ist kein Selbstläufer. Gerade Häuser mit großer Geschichte stehen vor einer Herausforderung: Wie entwickelt man sich weiter, ohne das eigene Fundament zu verlieren? Im Fall Hotel Adlon Kempinski Berlin ging es genau darum. Nicht um ein Rebranding - sondern um die gezielte Weiterentwicklung einzelner Erlebniss innerhalb einer ikonischen Marke.
Die Herausforderung
Der Startpunkt war ein Pitch. Unsere Aufgabe war es bestehende Angebote weiter zu denken, neue Zielgruppen anzusprechen und gleichzeitig dem Anspruch eines der bekanntesten Hotels Deutschalnds gerecht zu werden. Im Fokus standen der Adlon Afternoon Tea, der Adlon Champagner Brunch und die neue Submarke Adlon Chocolates. Was dabei alle drei Projekte verbindet? Sie sind keine klassischen Produkte, sondern Erlebnisse mit Markencharakter.
Analyse: Was Luxus heute leisten muss
Das Hotel Adlon Kempinski Berlin steht für exzellenten Service, historische Tiefe und internationale Strahlkraft mit einem Anker in Berlin. Jedoch haben sich die Erwartungen an Luxus heute verändert. Es geht nicht mehr primär um Perfektion, Distanz und Status sondern auch um Zugänglichkeit, Erlebnisqualität, Inszenierung und die Relevanz für neue Zielgruppen. Daher war unsere zentrale Frage: Wie schafft man es, Luxus erlebbar zu machen ohne ihn zu verwässern?
Unser Ansatz: Marke als Erlebnis denken
Wir haben das Projekt nicht über die Geatltung begonnen, sondern über Beobachtung und Verständnis. Wie funktioniert der Service im Haus wirklich? Wo entstehen besondere Momente? Was unterscheidet das Adlon von anderen Luxushotels - konkret und nicht theoretisch. Aus diesen Fragestellungen haben wir Leitprinzipien abgeleitet:
Eleganz ohne Distanz - Luxus muss hochwertig sein, aber nicht unnahbar
Erlebnis vor Produkt - Ein Afternoon Tea ist kein Menü. Ein Brunch ist kein Buffet. Es sind inszenierte Momente.
Tradition + zeitgemäße Übersetzung - nicht modernisieren um jeden Preis, sondern Bestehendes präzise weiterentwickeln.
Umsetzung der einzelnen Projekte
Adlon Afternoon Tea
Ziel war es, den Afternoon Tea stärker als ikonisches Erlebnis zu positionieren (denn das ist es). Dabei haben wir eine klare Dramaturgie des Angebots entwickelt, die visuelle Identität gestärkt und ausgebaut und somit eine präzisere Ansprache für neue Zielgruppen ermöglicht. So wird das Erlebnis nicht einfach konsumiert, sondern bewusst wahrgenommen.
Adlon Champagner Brunch
Hier lag der Fokus auf der Atmosphäre und dem sozialem Erlebnis. Unsere Ansätze dabei waren das Format emotionaler aufzuladen und es klar zwischen Genuss und Erlebnis zu positionieren. Dies haben wir beispielsweise mit handgezeichneten Illustrationen von ikonischen Momenten beim Champagnerbrunch umgesetzt.
Adlon handcrafted Chocolates
Adlon handcrafted Chocolates Packaging (Bild mithilfe von KI erstellt)
Hier ging es um ein neues, physisches Produkt aus dem Haus. Wir haben dazu ein eigenständiges Logo entwickelt und das Packaging mit kleinem Überraschungsmoment gestaltet. Damit wollten wir die Hochwertigkeit des Produkts sichtbar machen, es gleichzeitig zeitgemäß und zugänglich gestalten und es als Geschenk und Markenbotschafter denken. Es ist also am Ende nicht einfach nur ein Produkt, sondern ein Stück Marke, das man mit nach Hause nehmen kann.
Fazit: Branding endet nicht beim Logo
Was und die Zusammenarbeit bis jetzt gezeigt hat: Branding im Luxussegment bedeutet nicht „schöner machen” oder „moderner gestalten”, sondern Erlebnisse so zu gestalten, dass sie die Marke tragen. Das funktioniert nur, wenn Strategie und Gestaltung Hand in Hand gehen, die Details ernst genommen werden und am bereit ist, tief in das System einzutauchen.
Was macht eure Marke wirklich erlebbar?
Wenn ihr vor einer ähnlichen Herausforderung steht - zwischen Tradition, Anspruch und Weiterentwicklung, dann lohnt es sich nicht bei der Oberfläche zu beginnen sondern die Frage nach der Erlebbarkeit zu beantworten. Genau dabei unterstützen wir.